Wir können ja später noch mal darüber reden

Von männern lieben lernen — Nervtötend, so ein Satz, oder? Aber manchmal kann es wirklich besser sein, auf Distanz zu gehen, als die nächste Endlos-Diskussion zu führen. Zu schweigen, als sich die immer gleichen Vorwürfe an den Kopf zu knallen. Sex zu haben, obwohl nicht alle Konflikte ausgeräumt sind. Vier verblüffend einfache und entspannte Liebes-Lektionen, die wir von Männern lernen können.

Ein kochend heißer Sonntag­morgen im August, 8 Uhr 30. Er liegt noch im Bett und wird durch heftiges Rascheln in der Küche geweckt. Er streckt sich, verspürt noch behagliche Restmüdig­keit, aber auch behaglich ansteigende Erregung. Gestern ist er von einer spon­tanen Motorrad-Tour mit Bert, Bernie und ein paar anderen Buddys zurückgekommen, jetzt würde er gern den Tag in Ruhe auf sich zukommen lassen. Das Rascheln nähert sich seinem Bett. Sie balanciert eine aufgeklappte Landkarte „Die schönsten Ausflüge in Ihrer Um­gebung“ und einen Becher Kaffee in den Händen. Sie sagt: „Bist du schon wach?“ Er versteht: „Wieder so ein gött­licher Sommersonntag, an dem ich zu Hause hocken muss, weil dieser Penner nicht aus dem Bett kommt.“ Zieht die Decke über den Kopf und sagt: „Kann ich was dafür, dass du unter seniler Bett­flucht leidest?“ Sie ist sich wegen der Bettdecke nicht sicher, ob sie gerade richtig verstanden hat, reißt die Decke weg, sagt: „Wenn ich dich gerade richtig verstanden habe, möchtest du auch die­sen Sonntag lieber allein verbringen“ und knallt den Kaffee so auf die Bett­kante, dass die Hälfte auf sein Gesicht schwappt.
Das tut weh. Ihm tut es jetzt trotzdem leid, er streicht zärtlich über ihren Nacken, erinnert sich jetzt an die leichte Erregung nach dem Aufwachen und sagt, er habe es nicht so gemeint. Sie reißt seine Hand von ihrem Nacken und sagt: „Und DAS kannst du dir jetzt erst recht von der Backe putzen!“

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