Ständige Kontrolle fördert das Misstrauen

Bönningstedt. Manche setzen in Liebesbeziehungen lieber auf Kontrolle statt auf Vertrauen: Da wird das Handy gewohnheitsmäßig auf verdächtige Kurznachrichten überprüft, E-Mail-Konten werden ausspioniert und Anruferlisten durchforstet.

„Wer seinem Partner hinterherschnüffelt, tut sich selbst keinen Gefallen”, warnt der Paartherapeut Friedhelm Schwiderski aus Bönningstedt bei Hamburg.

Durch die ständige Kontrolle beschäftige man sich intensiv mit seinen Zweifeln und fördere sie sogar noch. „Ähnlich wie ein Kriminalbeamter trainiert man seine Denkabläufe darauf, überall Ungereimtheiten zu wittern - bis man ganz automatisch in jeder Situation etwas Verdächtiges findet”, sagt der Therapeut.

Dieser Beitrag wurde Erstveröffentlicht auf der Website der Aachener Zeitung.

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